Shotokan Karate und Werte: Warum ich den SKVD als Gemeinschaft der Mitmenschlichkeit verstehe
- Mandy Schloderer

- vor 23 Stunden
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Karate beginnt und endet mit Respekt
Karate ist für viele Menschen weit mehr als Training. Es geht um Haltung. Um gegenseitigen Respekt. Um den Umgang miteinander – im Dojo und außerhalb.
Genau so verstehe ich auch den SKVD. Als eine Gemeinschaft, die auf den Werten des Shotokan Karate basiert und in der Mitmenschlichkeit, Achtung und respektvolles Verhalten eine zentrale Rolle spielen.
Die Lehren von Gichin Funakoshi begleiten uns dabei bis heute. Nicht nur in Kata oder Kihon, sondern vor allem im täglichen Miteinander. Funakoshi betonte immer wieder, dass Karate der Charakterbildung dienen soll. Respekt vor anderen Menschen war für ihn keine Nebensache, sondern Grundlage des Karate.
Haltung zeigen gehört für mich dazu.
Vielleicht kennst du dieses Gefühl:
Man betritt einen Ort und merkt schnell, ob dort Offenheit und gegenseitige Achtung gelebt werden – oder eben nicht.
Gerade deshalb empfinde ich es als wichtig, bewusst darauf zu achten, in welchem Umfeld wir uns als Karateka bewegen und welche Werte wir durch unsere Anwesenheit indirekt unterstützen.
Für mich persönlich passen radikale Tendenzen - egal, ob von rechts oder links - oder menschenverachtende Ideologien nicht zu den Lehren Funakoshis. Nicht zu einem Karate, das Respekt und Mitmenschlichkeit vermitteln möchte.
Dabei geht es mir ausdrücklich nicht darum, Menschen pauschal zu verurteilen oder Hass mit Hass zu begegnen. Im Gegenteil. Karate sollte verbinden.
Aber Haltung zu zeigen bedeutet manchmal auch, bewusst Abstand zu Dingen zu halten, die nicht mit den eigenen Werten vereinbar sind.
Die Werte des Karate enden nicht an der Dojotür
Ich wünsche mir eine Karategemeinschaft, in der sich Menschen unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion oder persönlicher Geschichte willkommen fühlen können.
Und genau so nehme ich den SKVD wahr: respektvoll, offen und menschlich.
Deshalb würde ich mir wünschen, dass wir uns nicht an Orten zeigen, die im Widerspruch zu diesen Werten stehen oder bei denen zumindest Zweifel entstehen, ob dort Mitmenschlichkeit wirklich gelebt wird. Denn auch solche Entscheidungen sagen etwas darüber aus, wofür wir stehen.
Karate beginnt und endet mit Rei - Respekt vor einander.
Vielleicht steckt darin heute mehr Bedeutung denn je.
Denn Respekt zeigt sich nicht nur im Training. Sondern auch darin, wie wir anderen Menschen begegnen und welche Haltung wir als Gemeinschaft sichtbar machen.
Wie empfindest du das? Welche Werte sollten Karateka heute besonders vertreten? Schreib deine Gedanken gern respektvoll in die Kommentare.
Osu, Mandy



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